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MEHRTAGESFAHRT 2017

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OWK Hardheim  Jahreswanderung an der Mittelmosel

Die siebentägige Jahreswanderung des Odenwaldklubs Hardheim führte vom 20. bis 26. August unter Leitung vom 2. Vorstand Peter Köhler an die Mittelmosel, mit Standquartier im Salmhotel in Salmohr, in einem Seitental der Mosel.

Bereits am Anreisetag besuchten die 46 Wanderfreunde die längste Hängeseilbrücke Deutschlands, in Mörsdorf, mitten im Hunsrück. Die Höhe 100m über Grund, und die leicht schwankende Brücke, waren für machen Wanderer nicht zu bewältigen und so genossen viele nur den atemberaubenden Ausblick über die Geierlay-Schlucht.

Der zweite Tag führte zunächst mit dem Bus nach Echternach, berühmt durch die Springprozession an Pfingsten. Das Städtchen liegt an einer schönen Schleife der Sauer, am Eingang zur „Kleinen Luxemburger Schweiz“, dem Müllertal. Bewundert wurden unter anderem, die Barockabtei St. Willibrord Basilika und das gotische Rathaus. Weiter ging die Reise in die Stadt Luxembourg. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt hatte jeder Gelegenheit die Altstadt und die mittelalterlichen Kasematten für sich zu erkunden oder nach dem Grab des Hauptmanns von Köpenick oder nach der goldenen Frau zu suchen.

Beeindruckend war auch, dass sich moderne Architektur, mit den Ruinen ehemaliger Burgen und Schlösser harmonisch verband, als sei es schon immer so geplant gewesen.

Die hübschen Gärten und Parks haben den einen oder anderen Wanderer, nach dem ausgiebigen Stadtbummel, zum Ausruhen eingeladen. Manch einer hatte noch immer nicht genug und machte noch eine Stadtrundfahrt im Doppelstockbus.

Die Rückfahrt führte über das Stadtviertel Kirchberg, mit seinen mehr als fünfzig unterschiedlichen Bankniederlassungen und beeindruckenden Bauten der Europäischen Union.

Am zweiten Tag war Wandern unter Führung einer örtlichen Wanderführerin angesagt, von Bernkastel-Kues, durch das Graacher Tor in die Weinberge und hoch hinaus über den Moselhöhenweg, 9 Km, nach Traben-Trarbach.

Dort war ausführlich Zeit für eine Stadtbesichtigung bevor die Rückreise mit der Moselschifffahrt, nach Bernkastel-Kues, angetreten wurde.

Am Mittwoch führte die Tagesfahrt nach Trier und Saarburg. Der Busfahrer, ein gebürtiger Trierer, gab Erläuterungen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, wie dem Amphitheater, den Kaiserthermen, der Konstantin-Basilika und machte die Reisegruppe mit nahezu allen wichtigen Bauwerken und historischen Ereignissen bekannt. Natürlich durfte ein Besuch der Porta Nigra, des historische Markplatzes und des Trierer Domes nicht fehlen. Manch einer hätte noch viel länger in dieser schönen Stadt verweilen wollen.

Saarburg das nächste Tagesziel war bald erreicht. Hier erwartete die Gruppe ein weiterer Höhepunkt mittelalterlicher Geschichte und Architektur. Die Saarburg wurde bereits in einem Vertrag von 964 erstmals urkundlich erwähnt

Sehenswert ist die Oberstadt mit dem Buttermarkt, den historische Fachwerkhäusern und dem über 18 m in die Tiefe stürzenden Wasserfall. Unterhalb des Wasserfalls befinden sich einige Mühlen mit beeindruckend großen, noch heute, mit Wasserkraft angetriebene Mühlrädern.

Bekannt wurde Saarburg auch durch die bis 2002 betriebene Glockengießerei.

Viele waren an diesem Tag geschafft, da trotz der Busfahrt, die jeweiligen Fuß-Km innerhalb der beiden Städte nicht zu unterschätzen waren.

Am Donnerstag teilte sich die Wandergruppe in zwei Gruppen auf. Sechzehn schwindelfreie und trittsichere Wanderer wanderten bei herrlichem Sonnenschein durch die Weinberge des Lösnicher Försterlay und stiegen unter der ortskundigen Führung der Wanderführerin Kirsten Simon, in den „Erdener Klettersteig (www.kletterweg.de).

Der atemberaubende Verlauf des Kletterwegs über enge Weinbergs Pfade und schmale Felspartien war für alle ein Abenteuer. Festes Schuhwerk und gute Kondition waren Voraussetzung. Für Ihre Mühen wurden alle mit herrlichen Ausblicken in und über das Mosel Tal belohnt. Weiter ging es über den Ürziger Würzgarten in das 9Km entfernte Kloster Machern.
Die zweite Wandergruppe ging gemütlich mit dem Wanderführer Peter Köhler auf der anderen Moselseite (7Km), durch die Weinberge und unter der sich im Bau befindlichen Hochmoselbrücke (Höhe 158m) hindurch, ebenfalls zum Kloster Machern, wo in der Brauereigaststätte die Abschluss Rast bei einem guten Glas Erdener Wein oder einem zünftigen Klosterbier stattfand.

Am Freitag startete man in dem kleinen Weinort Andel am Goldgräberbrunnen, durch das Andeler Tal zur Burg Landshut oberhalb von Bernkastel (9Km).

Auf der Panoramaterrasse konnte man den beeindruckenden Blick über die Stadt und das Mosel Tal genießen.

Nach einem ausgiebigen Stadtbummel wurde gegen 16.00Uhr die Rückfahrt über die Mosel Höhenstraße angetreten. Nicht ohne eine entsprechende Foto-Pause, oberhalb des Weinorts Piesport, mit seinen ausgedehnten steilen Weinhängen.

Nach einer letzten Nacht im Hotel, einem guten Frühstück mit Hausmacherwurst, Joghurt  und Obst, wurde die Heimreise, mit ausgiebigen Zwischenstopp in einer Edelsteinschleiferei nahe Idar-Oberstein, angetreten.

Hier hatte jeder Gelegenheit, das letzte verbliebene Geld, für ein kleines Geschenk für seine Frau oder die Daheimgebliebenen auszugeben. Eine kurze Stadtrundfahrt durch Idar-Oberstein mit Erläuterungen durch eine versierte Stadtführerin rundete das letzte Tagesprogramm ab. Gegen 16.00Uhr traf die Reisegruppe wieder wohlbehalten und mit guter Stimmung in Hardheim ein.

Unter Rückblick 2017 finden Sie einige Bilder aus der Mehrtagesfahrt.